Gesundheit & Medizin
Die folgenden Inhalte behandeln aktuelle Themen aus den Bereichen Gesundheit, Prävention, Sport, Beauty, ästhetische Medizin, Vitalstoffe, Ernährung und Anti‑Aging – gesund älter werden, jung bleiben.
Es handelt sich um allgemeine, monatlich wechselnde Informationen, die der Aufklärung und dem Wissenstransfer dienen.
Diese Inhalte stellen kein medizinisches Leistungsangebot und keine ärztliche Beratung der Praxis dar. Sie ersetzen keine individuelle medizinische Diagnose oder Behandlung.
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Immer mehr Erwachsene berichten über Schlafprobleme
Schlafstörungen treten in Deutschland zunehmend häufiger auf. Nach aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hat etwa jeder dritte Erwachsene regelmäßig Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen. Rund 35 % der Befragten gaben entsprechende Beschwerden an – deutlich mehr als in einer vergleichbaren Erhebung zwischen 2008 und 2011, als der Anteil noch bei etwa 30 % lag. Grundlage der Auswertung waren die Angaben von mehr als 27.000 Erwachsenen aus einer bundesweiten Gesundheitsbefragung. Erfasst wurde, wie häufig in den vier Wochen vor der Befragung Einschlaf- oder Durchschlafprobleme auftraten. Als Schlafstörung wurden Beschwerden gewertet, die mindestens dreimal pro Woche vorkamen.
Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Etwa jede fünfte Frau berichtet über Einschlafprobleme, bei Männern ist es rund jeder achte. Auch Durchschlafstörungen treten bei Frauen wesentlich öfter auf. Als mögliche Ursachen nennt das RKI hormonelle Veränderungen, etwa während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Zudem leiden Frauen häufiger an Depressionen oder Angststörungen, die den Schlaf zusätzlich beeinträchtigen können. Mit zunehmendem Alter nehmen hauptsächlich Durchschlafstörungen zu. Besonders häufig betroffen sind Frauen zwischen 45 und 64 Jahren sowie ab 80 Jahren. Bei Männern berichtet ab dem 45. Lebensjahr etwa jeder Dritte über entsprechende Beschwerden.
Auch der Bildungsstand spielt eine Rolle: Menschen mit niedriger Bildung leiden häufiger unter Schlafproblemen als Personen mit höherem Bildungsabschluss. Als mögliche Ursachen nennt das RKI unter anderem stärkere Belastungen im Alltag, eine höhere Krankheitslast und einen erschwerten Zugang zur medizinischen Versorgung. Für den Anstieg von Schlafstörungen kommen nach Einschätzung des RKI mehrere Faktoren infrage. Dazu zählen die intensive Nutzung digitaler Medien und Smartphones, gesellschaftliche Krisen, die Zunahme psychischer Belastungen sowie anhaltender Stress, etwa durch Schichtarbeit oder hohe berufliche Anforderungen.
Beyer, A.K. et al.
Ein- und Durchschlafstörungen bei Erwachsenen in Deutschland. Ergebnisse des Panels „Gesundheit in Deutschland"
J Health Monit
6/2026